Wenn geliebte und wichtige Menschen sterben, dann ist zuerst Fassungslosigkeit, Unverständnis und Vermissen; vielleicht sind sogar Wut und Schuldgefühle präsent. Danach kommt die Trauer. Und bald geht’s jedoch ans Erben, an die Suche nach dem Vermögenswerten und deren Auflistung. Und oft ist nicht bekannt, wer wurde als Erbe berücksichtigt. Manchmal existiert ein Testament, manchmal auch nicht. Also wird das Vermögen nach dem Gesetz verteilt. Egal ob mit oder ohne Testament, rasch sind einige Hinterbliebenen nicht zufrieden, mit dem, was ihnen zugesprochen wurde oder sehen einen Unterschied zu dem, was sie sich erhofft hatten. Sie sind sogar teilweise der Überzeugung genau zu wissen, was ihnen zustehen könnte. Und der Kampf beginnt. Ein zähes, an die Nerven gehendes Zerren, Streiten bis hin zum Zerwürfnis um Geld, Haus und Hof.

Markant zeigt sich in Aufstellungen, welche Strukturen tatsächlich unter den Erben existieren, welche sinn- und aussichtlosen Kraftakte und Kämpfe geführt werden. Mit den Aufstellungen kommt Ordnung und System in diesen Vorgang des Lebens. Im Anschluss wird häufig eine Zufriedenheit, durchaus auch ein neues Miteinander unter Erben erzielt.